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F-Stops

Einleitung

Wie bereits in Das Belichtungsdreieck beschrieben, kann es sein, dass man z.B. eine Veränderung der Blendenöffnung die Belichtungszeit anpassen muss. Oder den ISO Wert, wenn man das Ende der Belichtungszeit erreicht hat.

Was sind F-Stops

Die F-Stops kommen noch aus der Zeit als nicht jede Kamera einen Belichtungsmesser hatte.
Sie sind jeweils Stufen, in denen sich Belichtungszeiten, ISO und Blendenöffnung verhalten. Jeder F-Stop verdoppelt bzw. halbiert die Menge an Licht, die auf den Sensor/Film trifft.

Aus praktischen Gründen sind bei den meisten Kameras die einstellbaren Schritte jedoch 1/3 F-Stops. D.h. man muss 3 Stufen hoch/runter gehen für die Verdoppelung/Halbierung.
Oft wird dies auch 1/3EV genannt.

Belichtungszeit

Bei der Belichtungszeit ist das am einfachsten nachzuvollziehen.

Wenn ich z.B. 1/60 Sek Licht auf den Sensor/Film lasse, lasse ich bei 1/30 doppelt so viel Licht rein. Bei 1/15 wieder doppelt so viel.

Es ist von Schritt zu Schritt nicht immer ganz genau das 1/3 mehr oder weniger, aber nah genug.

Bei meiner Kamera sind die Schritte: (jeweils in Sekunden) 
Langzeitbelichtung:

30 25 20 15 13 10
8 6 6 4 3 2,5
2 1,6 1,3 1    


Kurzzeitbelichtungen:

1/1,3 1/1,6 1/2 1/2,5 1/3 1/4
1/5 1/6 1/8 1/10 1/13 1/15
1/20 1/25 1/30 1/40 1/50 1/60 
1/80 1/100 1/125 1/160 1/200 1/250 
1/320 1/400 1/500 1/640 1/800 1/1000
1/1250 1/1600 1/2000 1/2500 1/3200 1/4000

 

Es ist nicht immer genau 1/3 von Schritt zu Schritt, aber fast immer alle 3 Schritte (ein F-Stop) eine Verdoppelung/Halbierung.

 

Blenden

Bei Blenden ist es ein wenig komplizierter, den Zusammenhang direkt zu erkennen. Auch hier gilt: alle 3 Schritte (ein F-Stop) eine Verdoppelung/Halbierung der Lichtmenge.

Da die Blende jedoch Einfluss auf eine Fläche hat, bedeutet eine Verdoppelung/Halbierung den Faktor Wurzel 2 oder ca. 1,41.

(je nach Objektiv nach oben unten begrenzt oder erweitert):

F/22 F/20 F/18 F/16 F/14 F/13
F/11 F/10 F/9 F/8 F/7,1 F/6,3
F/5,6   F/5 F/4,5 F/4 F/3,5 F/3,2
F/2,8 F/2,5 F/2,2 F/2 F/1,8 F/1,6
F/1,4 F/1,2 F/1,1 F/1 F/0,9 F/0,8

 

ISO

Bei den ISO-Werte ist nun wieder einfach. Eine Verdoppelung/Halbierung mach das Bild doppelt so hell/dunkel.

Je nach Kamera gibt es nur die vollen F-Stops, bei anderen 1/3 Schritte. Einfach mal schauen.

Bei meiner sind die Schritte

ISO 100, 200, 400, 800, 1600, 3200, 6400, 12800.
D.h. bei mir 3 Schritte Blende äquivalent 3 Schritte Belichtungszeit äquivalent 1 Schritt ISO.

 

Praktisches Beispiel

Einfach auch mal selbst probieren.

Idealerweise bei konstanten Bedingungen ausprobieren, z.B. Kunstlicht im Gebäude.

Kamera auf Automatik-Modus: Foto machen und Werte merken.

Jetzt einen der Werte verändern, z.B. ISO. Einfach mal um Faktor 4 (2 F-Stops) nach unten. z.B. von 400 auf 100.

Jetzt die Blende um 3 Schritte (1 F-Stop) öffnen. Belichtungsmesser sollte nun 1 Stop unterbelichtet anzeigen.
Die Belichtungszeit nun um 3 Stufen erhöhen, der Belichtungsmesser sollte happy sein. Foto machen.

Beide Fotos vergleichen: Sie sollten gleich hell sein. Möglicherweise etwas verwackelt und mit andere Schärfentiefe, aber gleich hell.

 

So kann man nun ohne groß rechnen zu müssen das Bild umgestalten, ohne dass die Helligkeit sich ändert.

Beispiel: Ich will mit Blende ~F/11 knipsen, Belichtungszeit max. 1/60. Mein Belichtungsmesser sagt: 2 Stops zu niedrig. Also kann ich
direkt sehen, ich muss ISO um 2 Stufen hochdrehen. 

Somit erklärt sich auch die Anzeige des Belichtungsmesser mit (je nach Hersteller) Balken mit 2 Zwischenpunkten, Zahl mit 2 Zwischenmarkierungen etc.
F-Stops bzw. die 1/3 F-Stops.

Also sieht man direkt: Wenn die Anzeige auf 1. Punkt zwischen 0 und 1 steht, muss ich mit der Belichtungszeit oder Blende einen Klick verändern.
Steht die Anzeige auf 1, dann sind es 3 Klicks. Entweder nur bei einem Wert oder ein Summe aus Belichtungszeit, Blende und ISO.

Im nächsten Artikel geht um den Einfluß der Blende auf die Schärfentiefe.

 

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