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Makrofotografie

Grundsätzlich ist die Makrofotografie die Fotografie von kleinen Dingen.

"Normale" Objektive sind so gebaut, dass deren kürzeste Fokus-Entfernung einige dutzend cm, teilweise über 1m beträgt. Das hat optische Gründe.

Makro-Objektive

Es gibt aber für den Nahbereich spezielle Objektive, die Makroobjektive. Deren Hauptmerkmal ist es, sehr nah, z.B. nur wenige cm oder sogar mm entfernte Dinge in Fokus zu bringen und diese Bildfüllend darzustellen.
Sie leiden aber dann bei weiter entfernten Dinger in der Qualität massiv. Sind also wirklich nur für Makro-Bereich geeignet.

Diese Makro-Objektive sind relativ teuer, aber Qualitativ die beste Variante.

 

Makro-Zwischenringe

Das ist preislich und Qualitativ so das Mittelding. Damit werden normale Objektive über einen Adapterring weiter vom Sensor entfernt. Dadurch kommt es zu einer Vergrößerung.

 

Makro-Linsen

Die Linsen sind mit die günstigste Variante, erzielen gute Ergebnisse und auch die Automatik der Kamera macht keine Probleme. Allerdings sind dies zusätzliche optische Elemente, die immer eine Bildverschlechterung mitbringen. Aber wer nur mal probieren will, ist das ein günstiges Experiment. Die Linsen werden, anstelle oder zusätzlich zu einem Filter vor das Objektiv geschraubt.

 

Retro-Ringe

Das ist die günstigste Variante, aber man verliert alle Automatik-Funktionen des Objektivs oder der Kamera. Damit kann man Objektive mit den Filterringen an die Kamera befestigen und dreht so das Objektiv um. Blende und Fokus muss man dann aber umständlich manuell einstellen und viele Objektive schliessen die Blende dann (per Feder) maximal. Also F22+, je nach Objektiv. Man müsste dann manuell die Blende am kleinen Schieber öffnen.

 

Schärfentiefe bei Makro-Fotos

Egal, welche Methode man nimmt, alle Makro-Fotos haben ein gemeinsames (optisches) Problem. Durch die Vergrößerung schrumpft der Fokus-Bereich. Man muss also die Blende schon ziemlich schliessen, damit man noch eine sinnvolle Schärfentiefe erreicht. Dafür braucht man jedoch viel Licht, muss ISO hochschrauben oder die Belichtungszeit verlängern (siehe Belichtungsdreieck) oder für Extra-Licht sorgen.

Letzteres wird oft durch spezielle Makro-Blitze in Form vom Ringlichtern rund um das Objektiv erzeugt. Dauerlicht geht aber auch, dazu gibt auch sehr viele Selbstbau-Anleitungen.

 

Fokus-Stacking für Makros

Ein Software-Trick ist es, mehrere Bilder zu machen, dabei jeweils den Fokus leicht zu verschieben. Die Software kombiniert dann die Bilder. Das klappt aber nur, wenn sich weder Motiv noch Kamera bewegen. Gut für Produktfotos, die Insekten im Vorgarten sind vermutlich weniger Kooperativ.

 

Ein paar Beispiele

hier ein paar Beispiele, jeweils über Makro-Linsen für das Filtergewinde, ich nutze das zu selten um mir ein richtiges Makro-Objektiv zu kaufen.

 

 

Alle Bilder sind trotz F22 nur in einem sehr kleinen Bereich scharf. Die Ameisen sind mit dem  18-55mm Kit-Objektiv bei 42mm, der Chip und die Münze bei 100mm fotografiert. Jeweils mit einer x10 Makro-Filter-Linse und 1/200s Belichtung, Blitz bzw. Dauerlicht und ISO 400.

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