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Das Horn

Laura

 

Woran denken wir eigentlich zuerst, wenn wir den Begriff „Horn“ hören?

Die meisten würden wahrscheinlich zuerst an Hörner von Tieren denken,

von Kuhhörnern über das Nashorn bis hin zum Einhorn. Dann gibt es

natürlich das kleine Posthorn, das man auf vielen Briefkästen bei uns

sieht und damit kommen wir der Sache schon etwas näher.

Das sogenannte Waldhorn, das wir heute in vielen Orchestern zu sehen

und zu hören bekommen, findet seinen Ursprung tatsächlich in

Tierhörnern. Wenn diese hohl sind, kann man tatsächlich ein paar Töne

darauf spielen. Das sind dann die Naturtöne dieses Horns. Ein paar

Erklärungen findet ihr dazu noch im Beitrag zur Posaune, da gibt es

nämlich ein paar Ähnlichkeiten.

Da ist man also tatsächlich auf die Idee gekommen, auf Tierhörnern zu

pusten und diese Töne als Signale zu verwenden. Später hat man dann das

Tierhorn mit Metall imitiert und damit es nicht so lang wird einfach zu

einem Kringel gebogen. Schwups, da ist es -das Posthorn.

Auf diesen Instrumenten konnte man großartige Signale spielen, sie

hatten eine sehr hohe Reichweite und waren sogar noch ziemlich robust.

Bei der Jagd, auf dem Schlachtfeld oder oder oder, überall wo man

Nachrichten auf Entfernungen überbringen musste, da war es super

nützlich.

So hat das Horn dann auch Einzug in die Musik gehalten, weiterhin

zuerst für Signale und Fanfaren, man wollte es aber auch so einbinden.

Dafür haben aber irgendwie einige Töne gefehlt, die außerhalb der

Naturtonreihe lagen.

Und hier kommt eine ganz klassische Frage, die wir HornistInnen immer

gestellt bekommen: Was macht ihr da eigentlich mit eurer Hand im

Instrument?

Die rechte Hand halten wir nämlich im Schallstück des Horns. Und das

kommt noch von früher, da wurden nämlich alle fehlenden Töne mit der

Hand im Schalltrichter durch Stopftechnik erzeugt. Je nach dem wie weit

wir mit der Hand den Trichter schließen, können wir nämlich die Tonhöhe

verändern.

Trotzdem war man aber noch auf die Tonart beschränkt, die das Horn

ursprünglich hatte. Deshalb wurden ganz viele Kringel in

unterschiedlicher Länge gebaut, die man auf das Instrument stecken

konnte. Diese sogenannten Bögen bestimmten dann die Tonart des

Instruments und konnten nach Bedarf gewechselt werden.

Prima, dann reicht uns doch das Naturhorn und wir sind zufrieden, oder?

Noch nicht!

Dieses ganze Herumgestecke der Bögen ist viel zu kompliziert und wir

wollen doch auf einen Schlag alle Töne und alle Tonarten haben!

Und damit kommen wir zum heutigen Doppelhorn mit seinen Ventilen und

eingebauten Bögen. Hiermit können wir nämlich alle Töne zu jeder Zeit

spielen.

Aber warum haben wir denn dann immer noch die Hand im Schallstück?

Damit wir Töne nach feinen Nuancen noch korrigieren können und damit

uns das inzwischen weit mehr als 2kg schwer gewordene Instrument auch

halten können.

Wenn Du das nächste Mal in einem Konzert der Sinfonia Leipzig bist,

kannst Du mit Sicherheit ein Horn finden und Dir mal genauer anschauen.

Es glänzt nämlich noch wunderschön golden!

 

Und wie würde KI das sagen?

 

Laura - Die Geschichte des Horns

Wenn wir das Wort "Horn" hören, denken die meisten von uns wahrscheinlich an die Hörner von Tieren, von Kuhhörnern über Nashörner bis hin zu Einhörnern. Es gibt jedoch noch viel mehr zu entdecken. Das kleine Posthorn, das oft auf Briefkästen zu sehen ist, ist ein Beispiel. Doch das Horn, das heute in vielen Orchestern erklingt, hat seinen Ursprung in Tierhörnern.

Das sogenannte Waldhorn, das heute in Orchestern zu sehen und zu hören ist, basiert tatsächlich auf Tierhörnern, die hohl sind und einige Töne erzeugen können - die sogenannten Naturtöne. Ähnlichkeiten zur Posaune finden sich in der Funktionsweise.

Ursprünglich verwendete man Tierhörner, um Signale zu übertragen. Später wurde das Tierhorn mit Metall nachgeahmt und zu einem Horn in Form eines Kringels gebogen - das Posthorn war geboren. Diese Instrumente konnten großartige Signale mit hoher Reichweite erzeugen und waren äußerst robust. Sie wurden in der Jagd, auf dem Schlachtfeld und für die Übermittlung von Nachrichten über große Entfernungen eingesetzt.

Das Horn fand schließlich seinen Weg in die Musik, zunächst für Signale und Fanfaren, aber man wollte es auch in die Melodien einbinden. Dafür fehlten jedoch einige Töne außerhalb der Naturtonreihe.

Die Frage, die Hornisten häufig gestellt wird, lautet: "Was macht ihr eigentlich mit eurer Hand im Instrument?" Die rechte Hand wird im Schallstück des Horns platziert und hat historische Wurzeln. Früher wurden fehlende Töne durch Stopftechnik erzeugt, indem die Hand im Schalltrichter bewegt wurde, um die Tonhöhe anzupassen.

Dennoch war man auf die Tonart beschränkt, die das Horn ursprünglich hatte. Daher wurden verschiedene Bögen in unterschiedlichen Längen entwickelt, die auf das Instrument gesteckt werden konnten. Diese Bögen bestimmten die Tonart des Instruments und konnten je nach Bedarf gewechselt werden.

Aber das reichte den Hornisten nicht. Sie wollten alle Töne und Tonarten auf einen Schlag beherrschen. Dies führte zur Entwicklung des heutigen Doppelhorns mit Ventilen und integrierten Bögen, das es ermöglicht, jederzeit alle Töne zu spielen.

Warum haben wir immer noch die Hand im Schallstück? Um feine Nuancen in den Tönen zu korrigieren und das inzwischen schwer gewordene Instrument zu stabilisieren.

Das nächste Mal, wenn du bei einem Konzert der Sinfonia Leipzig bist, kannst du sicher ein Horn finden und es dir genauer anschauen. Es strahlt immer noch in wunderschönem Goldglanz!

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