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Emma und der Hühnergott

Von: Martin Krefta und Tom Nentwich

Emma und Sonja waren am Strand spazieren gegangen, als Emma plötzlich über etwas im Sand stolperte. Es war ein kleiner, glatter Stein, der auffallend hübsch war. Als Emma ihn in die Hand nahm, erkannte sie sofort, dass es ein Hühnergott war - ein magischer Stein, der nach Volksglauben Glück und Schutz bringen sollte. Emma hielt sich den Hühnergott vor das Gesicht und betrachtete ihn eingehend. Sie sah durch das Loch in der Mitte des Steins und erblickte plötzlich eine bunte Unterwasserwelt. Sie konnte Fische und Korallen sehen und sogar eine Meerjungfrau, die ihr direkt entgegenschwamm. Erschrocken ließ Emma den Hühnergott fallen und starrte nach unten auf den Sand. Was
war gerade passiert? War sie verrückt geworden? Sonja, die bei ihr stand, fragte besorgt: "Was ist los?"

Emma erklärte ihr, was sie gesehen hatte, aber Sonja schüttelte den Kopf und meinte, dass es unmöglich sei. Emma nahm den Stein erneut in die Hand und schaute nochmals hindurch. Wieder sah sie die Unterwasserwelt und die Meerjungfrau, die diesmal direkt auf sie zukam. Nun beschloss Emma, den Hühnergott mit nach Hause zu nehmen und steckte ihn ein.

Danach verbrachten Emma und Sonja immer mehr Zeit damit, den Hühnergott und seine Welten zu erforschen. Sie besuchten Dschungelwelten voller exotischer Tiere, fantastische Städte und Planeten voller Einhörner und Drachen. Und obwohl sie viele aufregende Dinge erlebt hatten, war es immer das Gefühl von Freiheit und Abenteuer, das sie am meisten liebten.

Eines Abends saßen sie wieder einmal gemeinsam auf dem Bett in Emmas Zimmer und betrachteten den magischen Stein.

"Was glaubst du, was wir als nächstes entdecken werden?", fragte Sonja aufgeregt.

Emma zuckte mit den Schultern. "Wer weiß? Vielleicht stoßen wir auf eine andere Dimension oder eine Welt voller Einhörner und Feen."

"Ich würde gerne mal in die Zukunft reisen", sagte Sonja nachdenklich. "Wäre das nicht cool?"

Emma lachte. "Ich weiß nicht. Vielleicht ist es besser, die Zukunft auf sich zukommen zu lassen, ohne zu wissen, was passieren wird."

Plötzlich hörten sie ein leises Summen und sahen, dass der Hühnergott zu leuchten begann. Als sie hindurchschauten, sahen sie eine futuristische Stadt, in der fliegende Autos durch die Luft rasten.

"Das ist ja unglaublich", flüsterte Sonja fasziniert.

"Ich denke, das ist unsere Chance, in die Zukunft zu reisen", sagte Emma und griff nach dem Hühnergott.

Die beiden Freundinnen hielten sich den Stein vor das Gesicht und blickten gemeinsam hindurch. Plötzlich wurden sie von einem Strahl erfasst und schwebten durch das Loch hindurch. Als sie auf der anderen Seite ankamen, befanden sie sich in einem futuristischen Raum. Überall um sie herum waren Maschinen und Geräte, die sie noch nie zuvor gesehen hatten. Plötzlich hörten sie eine Stimme hinter sich.

"Was macht ihr hier?"

Emma und Sonja drehten sich um und sahen einen Roboter vor sich stehen. Er hatte eine freundliche Stimme und schien sie nicht als Bedrohung zu betrachten.

"Wo sind wir?", fragte Emma.

"Na ihr seid auf der Erde", antwortete der Roboter verwundert. "Wie seid ihr denn hierhergekommen?"

Emma zeigte auf den Hühnergott in ihrer Hand. "Mit diesem Stein. Er hat uns transportiert."

Der Roboter nickte. "Ich verstehe. Nun, wenn ihr mögt, kann ich euch gerne herumführen."

Emma und Sonja sahen sich an und nickten begeistert. Sie hatten nie erwartet, in die Zukunft zu reisen, aber jetzt waren sie hier und wollten jede Minute genießen. Der Roboter führte die beiden Freundinnen durch die futuristische Stadt und erklärte ihnen die verschiedenen Technologien und Fortschritte, die in der Zukunft gemacht wurden. Emma und Sonja waren begeistert von den fliegenden Autos, den schwebenden Gebäuden und den Robotern, die wie Menschen aussahen und sich mit ihnen unterhielten.

"Wie ist es möglich, dass ihr so fortgeschritten seid?", fragte Emma den Roboter.

"Die Menschheit hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht", erklärte er. "Wir haben uns auf die Erforschung von Technologien  konzentriert, die dazu beitragen, das Leben auf der Erde zu verbessern."

"Das klingt unglaublich", sagte Sonja.

"Es ist auch unglaublich", stimmte der Roboter zu. "Aber es gibt immer noch Probleme und Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert werden müssen. Wir arbeiten hart daran, Lösungen zu finden."

Emma und Sonja verbrachten den ganzen Tag damit, die Zukunft zu erkunden und die verschiedenen Technologien zu entdecken. Am Ende des Tages waren sie erschöpft, aber glücklich und erfüllt.

"Wie kommen wir zurück?", fragte Sonja, als sie sich verabschiedeten.

"Na wieder mit eurem Stein", antwortete der Roboter und reichte Emma den Hühnergott. "Ihr müsst ihn einfach festhalten und euch vorstellen, wo ihr hinmöchtet."

Emma und Sonja nahmen den Stein und schauten durch das Loch. Als sie sich vorstellten, zurück in ihre eigene Zeit zu reisen, wurden sie erneut von einem Strahl erfasst und schwebten zurück durch das Loch. Als sie dann wieder auf dem Bett in Emmas Zimmer landeten, waren sie atemlos und voller Staunen.

"Das war die unglaublichste Erfahrung meines Lebens", sagte Emma und strahlte.

"Ich weiß", sagte Sonja und lächelte. "Ich bin so froh, dass wir den Hühnergott gefunden haben."

Die beiden Freundinnen beschlossen, den Hühnergott gut aufzubewahren und ihn nur zu benutzen, wenn sie auf neue Abenteuer gehen wollten. Sie wussten, dass sie nie wieder eine Erfahrung wie diese machen würden, aber sie waren glücklich, dass sie die Möglichkeit hatten, in die Zukunft zu reisen und zu sehen, was die Menschheit in der Lage ist, zu erreichen.

Artikel veröffentlicht am 18. August 2023 auf https://martinkrefta.de/2023/08/emma-und-der-huehnergott

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