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Osterüberraschung

Von: Martin Krefta

Jakob versteckte wie jedes Jahr die Ostereier an gut überlegten Stellen. Diese Stellen konnten entweder in einem Vogelhaus, in einer Regentonne oder in einem Blumentopf sein. Er ging in den Garten, bevor die Familie Hase vor der Tür stand. Hase war nämlich die pünktlichste Familie, die Jacob kannte. Bevor er aber wieder die Terrassentür zu ziehen konnte, schlüpfte Georg, sein Hund, an ihm vorbei und rannte sogleich auf die Wiese, setzte sich neben eine Figur, die einen Hasen zeigte und wedelte aufgeregt mit dem Schwanz.

Der Hase hielt in der rechten Pfote ein rot-weiß gestreiftes Ei und links einen Pinsel. Georg stupste das Ei mit seiner Schnauze an, um Jakob auf etwas hinzuweisen. Jakob überlegte nicht lange, da tauschte er schon das rot-weiß gestreifte Porzellanei gegen ein Überraschungsei aus. Georg bellte seine Zustimmung und sprang auf ein Loch in der Erde zu, blieb davor stehen und bellte Jakob erneut an, er solle sich doch bitte beeilen. Der richtete sich auf, verdrehte die Augen und schlenderte extra langsam zu dem bellenden Hund. Jakob kniete sich vor das Loch und steckte auch dort ein Überraschungsei hinein.

Doch Georg gab immer noch keine Ruhe. Aber er bellte nicht Jakob an, wie der angenommen hatte, sondern ein Eichhörnchen, welches auf einem Ast saß und an einer Eichel knabberte. „Ist jetzt endlich gut? Das ist nur ein Eichhörnchen, was hast du denn für ein Problem? Lass es doch in Ruhe“, sagte er gespielt böse zu ihm, warf aber gleichzeitig eine Eichel in die Richtung des Eichhörnchens. Dieses fing das Geschoss mit der freien Pfote geschickt auf. Das kleine Tier rannte zum Baumstamm und verschwand zwischen den dichten Zweigen und Blättern. Georg gab endlich Ruhe, als er das Eichhörnchen nicht mehr sah. Plötzlich rief eine Stimme: „Frohe Ostern mein Junge, kannst du mir
mal bitte sagen was du da treibst?“ Jakob zählte langsam bis zehn, atmete tief ein und wieder aus, bevor er sich lächelnd umdrehte und antwortete: „Auch dir wünsche ich frohe Ostern, Tante Paula. Das wirst du gleich wissen.“

Bevor Georg und Jakob ins Haus gingen, warf er die restlichen Überraschungseier in die Luft und murmelte dabei etwas. Daraufhin lief er mit
Georg und Tante Paula zurück ins Haus und hinter den dreien, flogen die Überraschungseier von selbst in verschiedene gute Verstecke. Eins rollte in die Regenrinne und weiter in die Regentonne, eins hüpfte tatsächlich in einen Blumentopf und ein weiteres landete auf dem Kopf des Eichhörnchens.

Ostern kann kommen!

Frohe Ostern wünscht euch Martin Krefta!
Bleibt alle weiterhin gesund und munter. Viel Freude bei der Eiersuche, vielleicht gibt es auch in eurem Garten solche guten Osterverstecke.

Übrigens…Alle Überraschungseier wurden erfolgreich gefunden, bis auf eines… Naaa? Wisst ihr es? Richtig, das Eichhörnchen hatte es selber gegessen, es dachte nämlich, es sei eine überdimensionale Eichel.

Artikel veröffentlicht am am 17 auf https://martinkrefta.de/2022/04/osterueberraschung

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